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Die „Cöln-Mindener Eisenbahn- Gesellschaft“ baute zwischen Osnabrück und Buchholz ein Teilstück der Eisenbahnstrecke von Wanne- Eickel nach Hamburg, das am 16. August 1873 in Betrieb genommen wurde. Am 1. Juni 1874 eröffnete die Gesamtstrecke von Wanne- Eickel nach Hamburg. An diesem Tag war auch die Eröffnung des Empfangsgebäudes in Scheeßel, das nach Plänen von Adolf Funk, der seit 1867 für die „Cöln-Mindener Eisenbahn- Gesellschaft“ arbeitete, entworfen wurde. Das zweckmäßig aus Pressziegeln gebaute Gebäude ist ein typisches norddeutsches dreistöckiges Empfangsgebäude und steht stellvertretend für viele Kleinstadtbahnhöfe. Ursprünglich war das Dach mit Schieferplatten gedeckt. Im Obergeschoss waren die Dienstwohnungen untergebracht. Es gab zwei Wartesäume, einen Fahrkartenschalter und eine Gepäckaufnahme. Zusätzlich gab es noch einen Postraum. Die Toiletten befanden sich außerhalb des Gebäudes. Auf dem Bahnhofsgelände gab es außerdem noch einen Güterschuppen. 1911 vergrößerte man die Warteräume und die Güterhalle. 1936 wurde eine Gaststätte zwischen den Warteräumen gebaut. Nach dem Krieg wurde das Bahnhofsschild in Scheessel geändert, obwohl der Bahnhof offiziell immer noch Scheeßel heißt. Das Empfangsgebäude wurde von der Gemeinde saniert und steht unter Denkmalschutz.
Scheeßel Z Bahnhof iel
Bilder Scheeßel
Bahnhof von 1874
Luftaufnahme
Wanne-Eickel - Hamburg
Wanne-Eickel Hbf
Hamburg Hbf
Bahnhof von 1874
Die Eisenbahn “kam” am 16. August 1873 nach Scheeßel. Also 38 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Scheeßel hatte zu diesem Zeitpunkt sehr wenig Einwohner (Ende 2015 waren es 12.946 Einwohner).  
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