EINE DOKUMENTATION
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Bahnstation Seckach

Bau und Streckeneröffnung Ende Februar 1859 wurde der Streckenverlauf zwischen Mosbach und Würzburg endgültig festgelegt. Die 159,2 Kilometer lange Gesamtstrecke von Heidelberg nach Würzburg wurde in zwei Abschnitten von den Großherzoglich Badische Staatseisenbahnen (BadStB) gebaut. Der erste Streckenabschnitt verlief von Heidelberg nach Mosbach (heute Mosbach-Neckarelz). Der zweite, 28,13 Kilometer lange Abschnitt führte von Mosbach über Seckach nach Osterburken. Er wurde am 25. August 1866 in Betrieb genommen.

Das Empfangsgebäude Seckach

Das traufenständige, zweistöckige Stationsgebäude aus roten Sandsteinquadern errichtet mit Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt) an Orts- und Gleisseite und einstöckigem Anbau im Nordwesten besaß Satteldächer. Durch die Hanglage des Gebäudes bedingt gab es an der Ortsseite ein Kellergeschoss. Das Gebäude besaß zum Teil auch gereihte (mit einem Rahmen zusammengefasst) Segmentbogenfenster sowie Türen. Die Fenster des Obergeschosses besaßen Fensterläden. Die Fassaden waren durch Lisene und waagrecht durch Gurtgesimse sowie einem Dachgesims gegliedert. Der Anbau hatte ein Halbgeschoss (letztes Geschoss ohne Dachschräge unter dem Dach). Im Erdgeschoss gab es Wartesäle, Fahrkarten-, Express- und Gepäckschalter, einen Postraum, ein Treppenhaus sowie weitere Diensträume. Im Obergeschoss waren Wohnungen für die Bahnbediensteten entstanden. Ein Güterschuppen befand sich weiter südlich des Stationsgebäudes. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse II. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Am 1. Dezember 1887 eröffnete die BadStB den ersten 19,31 Kilometer langen Streckenabschnitt von Seckach nach Waldürn. Die 42,5 Kilometer lange Gesamtstrecke nach Miltenberg wurde in drei Abschnitten gebaut. Sie ging erst am 20. September 1899 in Betrieb. Dafür wurde das Stationsgebäude im Südosten erheblich verlängert und erhielt zusätzlich einen kleinen, einstöckigen Anbau mit Walmdach. Ein separates, einstöckiges Abtrittgebäude mit Satteldach entstand neben dem Anbau. Ein Mittelbahnsteig wurde zwischen den Streckengleisen gebaut und die Gleisanlage erweitert. Es gab einen Gleisanschluss zu einem Gipsbergwerk. Ein Fachwerkgebäude in Hanglage entstand an der Stelle des heutigen Treppenaufgangs. Seckach wurde zum Trennungsbahnhof. 1908 gab es im Südosten ein Stellwerksgebäude an einem Bahnübergang. Es entstand eine Güterabfertigung anstelle des Güterschuppens. In den 1920er-Jahren errichtete die Bahn auf dem Mittelbahnsteig eine Überdachung aus Beton. 1940 erhielt der Bahnhof ein weiteres Stellwerksgebäude für den Fahrdienstleiter. Das alte Stellwerk von 1908 wurde durch ein neues mechanisches Einheitsstellwerk ersetzt. 1974 wurde das Postamt im Bahngebäude geschlossen. Die Fahrkartenausgabe stellte die Deutsche Bahn AG (DBAG) im November 1996 ein. Ein Gebäude mit Walmdach für die Signalwerkstatt entstand auf der anderen Brückenseite. Ein moderner Flachbau für das neue Stellwerk entstand vor der alten Güterabfertigung. Die alten Stellwerksgebäude ließ die DBAG abgerissen. Mit Eröffnung des S-Bahnverkehrs wurden die Bahnsteige erneuert und behindertengerecht ausgebaut. es entstand ein Außenbahnsteig neben dem alten Hausbahnsteig sowie ein Inselbahnsteig, der über eine Treppe oder einen Aufzug zugänglich ist. 2008 kaufte die Gemeinde Seckach das Stationsgebäude von der DBAG und stellte es unter Denkmalschutz. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude wurde von der Gemeinde denkmalgerecht saniert, fand aber erst 2021 einen Investor. Die Güterabfertigung ist noch erhalten.
Filmbild Seckach
Bahnhof 1908
Luftaufnahme
Bilder Seckach (Baden)
Bahnhof 1908 Planung und Konzession
Die Eisenbahn “kam” am 25. August 1866 nach Seckack. Also 31 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Seckach hatte zu diesem Zeitpunkt sehr wenig Einwohner (Ende 2021 waren es 4.053 Einwohner).
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