EINE DOKUMENTATION
Panorama Frose © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Die Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn-Gesellschaft (MHE) begann 1862 mit dem Bau des Teilstücks der Strecke von Halle nach Vienenburg. Die Teilstrecke zwischen Wegeleben über Nachterstedt nach Aschersleben ging am 12. April 1866 in Betrieb. 1872 wurde die 125,9 Kilometer lange Gesamtstrecke eröffnet.

Das Empfangsgebäude Frose

Das mehrgliedrige Backsteingebäude, im Rundbogenstil in Seitenlage errichtet, verfügte über einen traufenstständigen, zweistöckigen Gebäudeteil, der an Orts- und Gleisseite durch einen giebelständigen Querbau ergänzt wurde. Dahinter befand sich ein einstöckiger, traufenständiger Anbau mit Mezzanin (Halb- oder Zwischengeschoss), der wiederum von einem giebelständigen Gebäudeteil abgeschlossen wurde. Ungewöhnlich sind die Fenstererker mit drei gereihten Rundbogenfenster im Obergeschoss an Orts- und Gleisseite. Ein Gurtgesims trennte optisch die Stockwerke. Alle Gebäudeteile besaßen Satteldächer. Im Erdgeschoss befanden sich Warteräume für die verschiedenen Wagenklassen, Fahrkarten- und Gepäckschalter, ein Bahnhofsrestaurant und Räume für den Herzog von Anhalt-Dessau, da die Züge nach Ballstedt Schloß im Bahnhof Kopf machen mussten. Dazu gab es weiter Diensträume. Die Wartesäle befanden sich im einstöckigen Gebäudeteil, dessen Front am Hausbahnsteig eine hölzerne Überdachung besaß. Im Obergeschoss waren Wohnungen für die Bahnbediensteten entstanden. Im Kopfbahnhof gab es eine Wasserstation und eine Drehscheibe zum Drehen der Lokomotiven nach Ballstedt Schloß. Hinzu kam ein Freiabort. Der Güterschuppen mit weit auskragendem Satteldach mit Kopf- und Seitenrampe befand sich gegenüber dem Stationsgebäude. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse II. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1865 begannen die Bauarbeiten an der 13,86 Kilometer langen Bahnstrecke von Frose nach Ballstedt Schloß, der Sommerresidenz des Herzogs Anhalt-Dessau. Der Herzog verlangte den Bau dieser Eisenbahnstrecke, um im Gegenzug die Strecke Wegeleben - Aschersleben - Bernburg zu genehmigen. Wirtschaftlich war die Strecke eigentlich nicht zu rechtfertigen. Am 7. Januar 1868 eröffnete die Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn-Gesellschaft (MHE) feierlich die 13,86 Kilometer langen Strecke Frose - Ballenstedt. Am 1. Juli 1885 wurde die Strecke bis Quedlinburg verlängert. Züge, die von Aschersleben kamen, mussten in Frose bis zur Stilllegung der Strecke im Jahr 2004 Kopf machen. 1907 erhielt der Bahnhof im Westen ein Wärtergebäude am Straßenübergang. 1913 wurde im östlichen Bahnhofskopf ein Stellwerksgebäude für den Fahrdienstleiter errichtet. Ab dem 10. Dezember 2000 nahm die Deutsche Bahn AG (DBAG) die Stellwerke aus dem Betrieb. In Fahrtrichtung Aschersleben baute sie zwei Außenbahnsteige und bot das Bahnhofsgebäude zum Verkauf an. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude, die Stellwerke und der Güterschuppen sind weitgehend erhalten Sie stehen unter Denkmalschutz. Im Laufe der Jahre wurde es durch Anbauten erweitert. Das gilt auch für den einstöckigen Anbau mit Flachdach an der Ortsseite. Die Jahresangaben (außer den Stellwerken und Streckendaten) können teilweise stark abweichen, da keine genauen Daten verfügbar sind.
Bilder Frose
Bahnhof um 1917
Luftaufnahme
PANORAMA Bahnhof von 1893 Filmbild Frose Halle (Saale) - Bad Harzburg Halle (Saale) Hbf Bad Harzburg Frose - Quedlinburg Frose Quedlinburg

Bahnstation Frose

Planung und Konzession