EINE DOKUMENTATION
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Bahnstation Suhl Bahnstation Suhl

Bau und Streckeneröffnung

Am 23. Juni 1879 begannen die Vorarbeiten für die Bahnstrecke. 1881 fingen die Bauarbeiten an. Am 20. Dezember 1882 eröffnete die Thüringische Eisenbahn-Gesellschaft das Teilstück von Grimmenthal nach Suhl. Auf der 75 km langen Gesamtstrecke nach Ritschenhausen begann der Bahnbetrieb am 1. August 1884.

Das Empfangsgebäude Suhl

Der Bahnhof war zunächst ein Zwischenbahnhof mit einem einstöckigen Empfangsgebäude, das mit einem flachen Walmdach bedeckt war. Auf der Bahnsteigseite hatte das Gebäude allein 14 rechteckige Türen und Sprossenfenster. Der Hausbahnsteig war befestigt, aber ohne Überdachung.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

1889 baute man im Westen des Bahnhofbereichs ein Stellwerksgebäude. 1901 wurden zwei weitere Stellwerksgebäude errichtet. Mit der Eröffnung der 15,84 km langen Strecke durch die Preußische Staatseisenbahn nach Schleusigen am 15. November 1911 wurden die Gleisanlagen erweitert und umfangreiche Güteranlagen errichtet. Es war damals die steilste Adhäsionsstrecke in Deutschland. Der Bahnhof wurde zum Eisenbahnknoten. Zunehmend siedelten sich verschiedene Industriefirmen in Suhl an. Unter anderen die Firma Simon, die 1856 in Suhl mit einer Stahlproduktion begann. Sie wurde später durch die, in großen Stückzahlen gefertigten Krafträder bekannt. Am 28. April 1928 erhielt die Firma sogar einen eigenen Bahnhof Simonwerke, der später in Suhl-Heinrichs umbenannt wurde.

Das zweite Empfangsgebäude

1911 wurde das neue zweistöckige Stationsgebäude aus Werkstein eingeweiht. Das im Bogenstil errichtete Empfangsgebäude besitzt einen Mittelbau mit zwei Schaugiebeln im Stil der Neugotik. Zwei zweigeschossige, symmetrische Seitenflügel schießen am Mittelbau an. Das Gleis der Strecke von Schleusingen endet direkt am Hausbahnsteig. Gegenüber dem Empfangsgebäude entstand ein Güterschuppen aus Backstein. Das alte Empfangsgebäude wurde danach abgerissen.

Weitere Änderungen

Im Laufe der Zeit gab es mehrere Umbauten am Empfangsgebäude. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute die Reichsbahn an den Seitenflügel weitere, überlange verputzte Flachbauten an. 1999 wurde die Eisenbahnstrecke nach Schleusingen stillgelegt. Die Reinnsteigbahn GmbH pachtete die Strecke, um sie als Museumsbahn zu betreiben. Um 2013 begann die Deutsche Bahn AG mit umfangreichen Baumaßnahmen des Bahnhofs. Dabei wurden die Gleisanlagen und die Bahnsteige erneuert. Das Stumpfgleis der Strecke nach Schleusingen baute man zurück.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Das ursprüngliche Empfangsgebäude ist weitgehend erhalten geblieben. Durch den Anbau der überlangen, zweistöckigen Flachbauten an beiden Seitenflügeln verschwindet das eigentliche Stationsgebäude in der Länge des Gebäudes. Nur die Schaugiebel weisen auf die Geschichte des alten Bahnhofsgebäudes hin.
Planung und Konzession
426,0
Bilder Suhl
Bahnhof 1906
Luftaufnahme
Bahnhof 1912
Bahnhof 1906 Bahnhof 1912 Neudietendorf - Ritschenhausen Neudietendorf Ritschenhausen PANORAMA
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