EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Sechtem von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten

Bau und Streckeneröffnung

Die Aktionäre der Bonn-Cölner Eisenbahn-Gesellschaft (BCE) feierten bereits am 13. Februar 1844 mit einer Festfahrt die Fertigstellung der Strecke. Die Eröffnung des ersten eingleisigen Teilstücks von Köln nach Bonn war am 15. Februar 1844. Sechtem war zu dieser Zeit ein Haltepunkt. Die Bahnstrecke war der Ursprung der linken Rheinstrecke. Der Strecke sollte ursprünglich in den Ort führen, jedoch hatte der damalige Bürgermeister etliche Bedenken und so wurde ein Haltepunkt außerhalb der Ortschaft in Betrieb genommen.

Das Empfangsgebäude Sechtem

Erst 1848 entstand ein zweistöckiges Stationsgebäude im klassischen Baustil auf H-förmigem Grundriss. Das Gebäude hatte Rechteckfenster mit hellen Rahmen. Die Stockwerke wurden optisch durch Gurtgesimse (ein Gesims an Fassaden, das zwischen den Geschossen liegt) und einem Dachgesims hervorgehoben. Der traufenständige Verbindungsbau mit Satteldach hatte am Hausbahnsteig eine Überdachung. Die giebelständigen Seitenbauten besaßen ebenfalls Satteldächer. Im Erdgeschoss gab es Warteräume und einen Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie Diensträume. Auf der gegenüberliegen Gleisseite wurde ein Güterschuppen aus Bruchstein mit Seiten- und Kopframpe errichtet. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse III.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

1869 verlegte die Bahngesellschaft ein zweites Gleis auf der linken Rheinstrecke. Das Stationsgebäude erhielt an der Ortsseite weitere Anbauten am nördlichen Giebel. Am 29. Mai 1958 begann die Verlegung der elektrischen Oberleitung auf der „linken Rheinstrecke“. 1969 wurde Sechtem nach Bornheim eingemeindet. 1973 baute die Deutsche Bundesbahn auf dem Hausbausteig einen Stellwerksanbau. Der Güterschuppen wurde 2002 von dem Eisenbahn-Amateur-Club Bonn/Sechtem e. V. gekauft und bis 2009 renoviert. Der dient heute als Klubheim. 2006 erneuerte die Deutsche Bahn AG die Bahnsteiganlagen und reduzierte die Gleisanlage auf das Notwendigste. Es wurden neue Außenbahnsteige angelegt und eine Fußgängerunterführung gebaut.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Das Empfangsgebäude wurde saniert und wird von verschiedenen Geschäften genutzt. Durch viele Umbauten und Sanierungen ist die Charakteristik des Gebäudes verschwunden. Der Güterschuppen ist der einzige und älteste aus der Gründerzeit der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft und steht unter Denkmalschutz.
Planung und Konzession
Bilder Sechtem
Bahnhof um 1905
Luftaufnahme
Die Eisenbahn “kam” am 15. Februar 1844 nach Sechtem. Also neun Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Sechtem hatte zu diesem Zeitpunkt 652 Einwohner (Ende 2019 waren es 48.321 Einwohner in Bormheim). Sechtem ist ein Stadtteil von Bornheim.
PANORAMA Bahnhof ca. 1905 Linke Rheinstrecke Köln Hbf Mainz Hbf Bahnstation Sechtem Bahnstation Sechtem ahnbauten B Güterschuppen