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Der Bahnhof Elm ist heute vollkommen in Vergessenheit geraten. Für unsere Vorväter war die Station ein bekannter Zwischenstopp bei einer Nord- Südreise der Bebra-Hannover Bahn. Um den Landrücken bei Elm zu umfahren, mussten die Züge über eine künstlich verlängerte Strecke fahren. Dies gelang nur durch die Spitzkehre im Bahnhof Elm. Hier mussten die Züge von einer Schublokomotive unterstützt werden. Am 15. Dezember 1868 kam die Eisenbahn nach Elm. Die Station hatte anfangs eine Bahnmeisterei und einen Lokomotivbahnhof. Das Empfangsgebäude in Insellage besaß eine Bahnhofsgaststätte, einen Wartesaal für Reisende der ersten und zweiten Klasse sowie einen Wartesaal für die dritte Klasse. Im Bahnhof wechselten die Lokomotiven oder wurden umgesetzt. Damals mussten die Dampflokomotiven noch oft gewechselt werden, damit Kohle und Wasser aufgefüllt, sowie die Kohlenschlacke entleert werden konnte. Am 6. Mai 1872 eröffnete die Bahnstrecke zur Bayrischen Grenze nach Jossa. Bis 1914 hatte Elm eine Eisenbahnersiedlung für die 350 Beschäftigten im Bahnhof. Um die Spitzkehre, die zunehmend ein Hindernis war, abzuschaffen, begann 1909 der Bau des Schlüchterner Tunnels. Am 1. Mai 1914 konnte der Tunnel in Betrieb genommen werden. Damit verlor Elm zunehmend seine Bedeutung. 1918 schlossen die Wartesäle. Das Empfangsgebäude wurde am 25. November 1944 durch einen Luftangriff zerstört. Die Bahnmeisterei schloss 1955. 1966 hielten keine Züge mehr im Bahnhof. 1979 wurden die Abrissarbeiten des Empfangsgebäudes beendet. Elm ist heute noch ein Betriebsbahnhof.  
Bilder Elm
Bahnhof um 1910
Luftaufnahme
Elm Schlüchtern Flieden Vollmerz Streckenverlauf vor 1914 Bahnhof um 1910 Z Bahnhof iel Elm
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