EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Schwarzburg von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten 386,90
Bau und Streckeneröffnung Um die bestehende Holz-, Glas- und Porzellanindustrie an das Eisenbahnnetz anzuschließen, wurde zwischen Preußen und dem Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt ein Staatsvertrag zum Bau der „Schwarzatalbahn“ geschlossen. Das Teilstück zwischen Köditzberg und Sitzendorf ging am 27. Juni 1900 in Betrieb. Der letzte Bauabschnitt von Sitzendorf über Schwarzburg nach Katzhütte und damit die 24,95 Kilometer lange „Schwarzatalbahn“ wurde am 18. August 1900 fertiggestellt worden. Die Bahnstation war ein Haltepunkt.

Das Empfangsgebäude Schwarzburg

Das mehrgliedrige Stationsgebäude von 1900 in Seitenlage im Heimatstil errichtet besaß einen zweistöckigen, traufenständigen Gebäudeteil, dessen Erdgeschoss aus Natursteinmauerwerk, das Obergeschoss und die Dachgiebel aus Fachwerk bestand. Ein Walmdach mit glasierten, farbigen Dachpfannen deckte das Gebäude ab. Der westliche Giebel wurde verschiefert. Daran schloss ein Turmanbau aus Naturstein mit Tremel (Außenwand auf der die Dachkonstruktion aufliegt) an. Dessen überragende Turmspitze auf dem Dach ein Blickfang war. Eine offene Wartehalle aus Holz ergänzte das Gebäude im Westen. Ein abschließender, einstöckiger und rechteckiger Gebäudeanbau mit halbem Oktagon aus Naturstein und Walmdach, schloss den Westflügel ab. In ihm befand sich ein Fürstenzimmer. Der Fürstenbau besaß Rundbogenfenster und Türen, während die restlichen Gebäudeteile Rechteckfenster hatten. Im Osten des Gebäudes war ein Güterschuppen aus Fachwerk mit Walmdach angebaut worden. Unter seinem Dach wurden rechteckige Sprossenfenster als Oberlicht verbaut. Hinter dem Güterschuppen hatte man ein Abtrittgebäude auf L-förmigem Grundriss aus Fachwerk mit Satteldach errichtet. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Die Bahnstation wurde 1907 zum Bahnhof umgebaut. Dabei wurde die offene Wartehalle durch fünf große Fenster geschlossen und der Güterschuppen verlängert. Die Gleisanlage wurde um ein Umfahrgleis mit beidseitigen Ladegleisen erweitert. Im Bahnhof wurden Ein- und Ausfahrsignale installiert. Es entstand ein befestigter Mittelbahnsteig, der später eine Beleuchtung bekam. In den 1930er-Jahren erhielt der Güterschuppen auf der Gleisseite ein hölzernes Vordach. Seit dem 1. Juni 1992 ist das Stationsgebäude geschlossen. Die Bahnstation wurde wieder zum Haltepunkt zurückgestuft. Was hat sich verändert, was ist geblieben Die gepflegte Außenanlage und der sehr gute Zustand des Empfangsgebäudes hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
PANORAMA
Bahnhof um 1925
Luftaufnahme
Bilder Schwarzburg
Bahnhof um 1925 Planung und Konzession Schwarzatalbahn Rottenbach Katzhütte

Bahnstation Schwarzburg

ahnbauten mehr zum Thema hier  B